Grundgebühr oder nicht? AC oder DC? Und was ist eine Blockiergebühr? Wer in Österreich eine Ladekarte für sein E-Auto sucht, steht vor Dutzenden Tarifen, die sich laufend ändern. Dieser Guide zeigt dir, worauf es beim Vergleich wirklich ankommt – mit echten Preisen aus den offiziellen Preisblättern.
Unser Ladekarten-Finder ermittelt in 5 Fragen, welcher Kartentyp zu deinem Fahrprofil passt.
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Die 5 Kriterien, auf die es beim Ladekarten-Vergleich ankommt
1Preis pro Kilowattstunde
Der kWh-Preis ist der wichtigste Kostenfaktor – aber er unterscheidet sich stark zwischen langsamem AC-Laden (z. B. 11–22 kW) und DC-Schnellladen an der Autobahn. Manche Karten sind bei AC günstig, bei DC teuer. Vergleiche immer beide Werte für deine typischen Ladesituationen.
2Grundgebühr: rechnet sie sich?
Tarife mit monatlicher Grundgebühr bieten oft günstigere kWh-Preise – lohnen sich aber nur für Vielfahrer, die den Fixbetrag durch häufiges Laden wieder hereinholen. Wer hauptsächlich zu Hause lädt, fährt mit einer Karte ohne Grundgebühr und ohne Mindestumsatz fast immer besser.
3Blockiergebühren
Viele Anbieter verrechnen eine Gebühr pro Minute, wenn das Auto nach dem Laden an der Säule stehen bleibt – bei AC oft ab ca. 4 Stunden, bei DC teils schon nach 60–90 Minuten. Wer über Nacht an öffentlichen AC-Säulen lädt, sollte hier genau hinschauen.
4Netzabdeckung in Österreich und im Ausland
Die beste Karte nützt nichts, wenn sie an der Säule vor Ort nicht funktioniert. Achte auf die Abdeckung im heimischen Netz (z. B. BEÖ-Verbund der Landesenergieversorger, SMATRICS, TIWAG) und – falls du ins Ausland fährst – auf Roaming-Partner in deinen Zielländern.
5Transparenz und Aufschläge
Manche Anbieter verrechnen außerhalb des eigenen Netzes deutliche Roaming-Aufschläge oder Transaktionsgebühren pro Ladevorgang. Seriöse Tarife rechnen nach geladener Energie (kWh) ab und zeigen die Preise vorab an.
Typische Kostenfallen beim Laden
- Ad-hoc-Laden ohne Karte: Direktzahlung per QR-Code ist fast immer der teuerste Weg.
- Roaming-Aufschläge: Die „eigene“ Netzkarte wird außerhalb des Heimnetzes plötzlich teuer.
- Minutenabrechnung: Bei langsam ladenden Autos wird nach Minuten abrechnen richtig teuer.
- Vergessene Grundgebühren: Mehrere Karten mit kleinen Monatsgebühren summieren sich.
Die großen Ladekarten im Vergleich
Stand: 6. August 2026 – alle Preise inkl. 20 % USt., erhoben aus den offiziellen Preisblättern der Anbieter (Quellen am Ende des Abschnitts). Wir prüfen diese Übersicht monatlich.
Tarife ohne Grundgebühr
| Anbieter / Tarif | AC €/kWh | DC €/kWh | HPC €/kWh | Blockiergebühr | Roaming / Netz-Hinweis |
|---|---|---|---|---|---|
| Wien Energie Tanke kWh GO | 0,43 | 0,43 | 0,43 | 0,05 €/min (AC ab 5 h, DC ab 3 h, max. 25 €) | Partnernetz pauschal 0,70 €/kWh; Karte einmalig 9,90 € |
| ÖAMTC ePower | 0,44 | 0,54 | 0,64 | 0,10 €/min (AC ab 4 h, DC ab 2 h) | Partnernetz AT +0,10 €/kWh, Ausland +0,20 €/kWh; keine Club-Mitgliedschaft nötig |
| EMC-Ladekarte (Linz-AG-Partnertarif) EMC-Mitgliedschaft ab 44 €/Jahr vorausgesetzt |
0,51 bei Direkt-Partnern ab 0,45 |
0,61 bei Direkt-Partnern ab 0,55 |
0,86 (ab 201 kW) | 0,12 €/min (AC ab 4 h, DC ab 1,5 h) | Gesamtes BEÖ-Netz (>6.000 Stationen) + Europa ohne Roaming-Aufschlag, kein Mindestumsatz, Tarifwechsel möglich |
| Linz AG EASY POWER | 0,54 | 0,64 | 0,89 (ab 201 kW) | 0,12 €/min (AC ab 4 h, DC ab 1,5 h) | Österreich- & europaweit ohne Roaming-Aufschlag; einmalig 20 € |
| Shell Recharge (Basistarif) | 0,54 | 0,69 | 0,69 | an Shell-Säulen nicht ausgewiesen | Fremdnetz: AC ab 0,54 / DC ab 0,74 €/kWh + 0,35 € pro Ladevorgang |
| SMATRICS Charge Simple | 0,55 | 0,65 | 0,65 | 0,10–0,20 €/min (DC ≥80 kW schon ab 1 h!) | kein Roaming; einmalig 19,90 € Aktivierung |
| EnBW mobility+ S | in Österreich variabel je Säule (ca. 0,56–0,89 €/kWh, Anzeige in App) | 0,10 €/min ab 4 h (max. 12 €) | Festpreise nur an EnBW-eigenen Stationen in Deutschland | ||
Tarife mit Grundgebühr (für Vielfahrer)
| Anbieter / Tarif | Grundgebühr | AC €/kWh | DC €/kWh | Für wen? |
|---|---|---|---|---|
| Wien Energie Tanke SMART | 5,90 €/Monat | 0,40 | 0,40 | regelmäßig im Wien-Energie-Netz |
| Wien Energie Tanke PRO | 29,90 €/Monat | 0,36 | 0,36 | Vielfahrer/Flotten im WE-Netz |
| Linz AG MORE POWER | 7,50 €/Monat* | 0,39 | 0,49 (HPC 0,74) | Vielfahrer; *entfällt für Linz-AG-Stromkunden (1. Karte) |
| EMC MORE POWER (Linz-AG-Partnertarif) | 7,50 €/Monat | 0,39 | 0,49 (DC+ ab 201 kW: 0,74) | laut EMC-Empfehlung ab ca. 62,5 kWh/Monat im BEÖ-Netz günstiger als der Tarif ohne Grundgebühr |
| SMATRICS Charge & Roam+ | 8,90 €/Monat | 0,50 | 0,55 | Vielfahrer mit Auslandsanteil (Roaming 0,69/0,79) |
| Shell Recharge e-Deal | 9,90 €/Monat | 0,43 | 0,55 | nur an ~300 Shell-Säulen, max. 500 kWh/Monat |
| EnBW mobility+ M / L | 5,99 / 11,99 €/Monat | Festpreise (0,46 / 0,39) nur in Deutschland – in AT variabel | häufige Deutschland-Fahrer | |
Was heißt das in der Praxis?
- Günstigster Allround-Preis ohne Fixkosten: Wien Energie GO (0,43 €) – aber nur im eigenen Netz in/um Wien stark; im Partnernetz mit 0,70 €/kWh teuer.
- Österreichweit + Ausland ohne Roaming-Falle: Linz AG – gleiche Preise im gesamten Roaming-Netz. Genau hier setzt die EMC-Ladekarte an: Über den EMC-Partnertarif der Linz AG laden Mitglieder mit 3 Cent/kWh Rabatt im gesamten BEÖ-Netz (über 6.000 Ladestationen) – ohne Grundgebühr und ohne Mindestumsatz.
- Blockiergebühren vergleichen lohnt sich: Bei SMATRICS tickt die Uhr am Schnelllader ab 80 kW schon nach 60 Minuten, bei Wien Energie erst nach 3 Stunden.
- Vorsicht bei ausländischen Karten in Österreich: EnBW hat hierzulande keine Festpreise, Shell verrechnet im Fremdnetz eine Transaktionsgebühr pro Ladevorgang.
Quellen (alle abgerufen am 06.08.2026):
ÖAMTC-ePower-Preisliste (gültig ab 01.07.2026) ·
SMATRICS-Tarife (gültig ab 08.10.2024) ·
EnBW-Ladetarife (Stand 26.06.2026) ·
Shell-Recharge-Tarife AT (Stand 03.07.2026) ·
Wien-Energie-Tanke-Preisblatt (gültig ab 01.04.2026) ·
Linz-AG-StromMOBIL-Preisblatt (Version 02/2025).
EMC-Preise: offizielles EMC-Tarifblatt StromMOBIL PARTNER / MORE POWER (Stand 03/2025) bzw. EMC-Direktpartner. Alle Angaben ohne Gewähr – maßgeblich sind die aktuellen Preisblätter der Anbieter.
Die EMC-Ladekarte ist eine Mitgliedschaft – und die kann viel mehr als Laden
Wichtig zu verstehen: Die EMC-Ladekarte ist kein einzelnes Kartenprodukt, sondern Teil der Mitgliedschaft im ElektroMobilitätsClub Österreich – einem gemeinnützigen Verein, der als Einkaufsgemeinschaft ausschließlich seinen Mitgliedern verpflichtet ist und nicht an deinen Ladekosten verdient. Die Karte ist nur einer von vielen Vorteilen:
EINE Ladekarte für (fast) alles
Bis zu 95 % aller österreichischen Ladepunkte + Europa-Roaming – ohne Grundgebühr, ohne Mindestumsatz, mit Mitglieder-Rabatten.
Versicherungsvorteile
10 % Zusatzrabatt bei der Uniqa, 26 % bei der Helvetia über unseren Partner KernBeratung – die Ersparnis übersteigt oft die Mitgliedsgebühr. Angebot anfordern →
THG-Prämie: 122 €/Jahr
Eine der höchsten Fixprämien Österreichs, Auszahlung innerhalb von 14 Tagen nach Datenprüfung. Mehr zur THG-Quote →
Pannenpaket optional
Auf Wunsch buchbar: garantierte Hilfe für Elektrofahrzeuge im Inland.
Einkaufsgemeinschaft & Vorteilspartner
Rabattierte Ladetarife auch bei den ganz großen Anbietern, Tarifwechsel möglich – der Club verhandelt für dich.
Gemeinnütziger Verein
Mitspracherecht für alle Mitglieder, Kompetenztreffen, Events und eine aktive eMobility-Community.
für Einzelpersonen – auch als Familien-, Firmen- oder Flottenmitgliedschaft
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Aktuelle Ladepreise live vergleichen
Ladetarife ändern sich laufend – eine gedruckte Vergleichstabelle ist oft schon nach Wochen veraltet. Auf unserer Plattform ladepreise.at siehst du live, welche Ladestationen in deiner Nähe mit der EMC-Karte nutzbar sind und was der nächste Ladevorgang kostet.
Fazit: Die „beste“ Ladekarte hängt von deinem Fahrprofil ab
Wer viel öffentlich lädt, rechnet anders als der Heimlader mit gelegentlichen Urlaubsfahrten. Mach den Ladekarten-Finder für deine persönliche Empfehlung – und wenn du eine Karte ohne Fixkosten mit größtmöglicher Abdeckung suchst, schau dir die EMC-Ladekarte an. Übrigens: Als E-Auto-Besitzer solltest du dir auch die jährliche THG-Prämie sichern.
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Häufige Fragen zum Ladekarten-Vergleich
Welche Ladekarte ist die beste in Österreich?
Das hängt von deinem Fahrprofil ab: Vielfahrer profitieren von rabattierten kWh-Preisen, Heimlader von Karten ohne Grundgebühr und Mindestumsatz. Der EMC-Ladekarten-Finder ermittelt in 5 Fragen, welcher Kartentyp zu dir passt.
Was kostet das Laden mit Ladekarte in Österreich?
Bei den großen Anbietern liegt AC-Laden ohne Grundgebühr aktuell zwischen 0,43 und 0,55 Euro pro kWh, DC-Schnellladen zwischen 0,43 und 0,69 Euro pro kWh (inkl. USt., Stand August 2026). Dazu kommen je nach Anbieter Blockiergebühren und Roaming-Aufschläge. Die Preise ändern sich laufend – aktuelle Tarife zeigt die Plattform ladepreise.at live an.
Gibt es Ladekarten ohne Grundgebühr?
Ja. Die EMC-Ladekarte kommt komplett ohne Grundgebühren und Mindestumsätze aus – du zahlst nur den tatsächlich geladenen Strom zu Mitglieder-Konditionen.
Funktioniert eine österreichische Ladekarte auch im Ausland?
Je nach Anbieter unterschiedlich. Die EMC-Ladekarte funktioniert über Roaming-Partner wie EnBW, IONITY, Virta und E.ON auch im europäischen Ausland – die Abdeckung im Zielland solltest du vor der Reise prüfen.