Oberösterreichs Landesstrategie für alternative Fahrzeugantriebe

„E-MOTION“ – Oberösterreichs Landesstrategie für alternative Fahrzeugantriebe mit Fokus auf Elektromobilität

Unsere Gesellschaft entwickelt sich ständig weiter und verändert sich. Ein Wandel, der sich vermehrt in Richtung Umweltschonung, Nachhaltigkeit und einer hohen Verantwortung für die nachfolgenden Generationen entwickelt. Einer der wesentlichen Bausteine für dieses Wertesystem ist die Mobilität im Bereich alternativer Antriebstechnologien. „Um den Anforderungen einer klimafreundlichen Verkehrsentwicklung in Oberösterreich gerecht werden zu können, wurde seitens des Landes OÖ eine Mobilitätsstrategie für alternative Fahrzeugantriebe mit dem Fokus auf Elektromobilität erarbeitet“, erläutern Infrastruktur-Landesrat Mag. Günther Steinkellner und Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner.

Elektromobilität – ein wichtiger Teil der zukünftigen Verkehrsentwicklung
Der Umdenkprozess ist eingeleitet und das jahrelange Nischendasein alternativer Antriebskonzepte scheint überwunden. Nachteile wie Reichweite und Ladezeiten werden in naher Zukunft einer Lösung zugeführt, Forschung und Innovation entlang der gesamten Wertschöpfungskette die entwicklungstechnischen Durchbrüche liefern. Das E-Fahrzeug hat besonders in Sachen Energieeffizienz und Emissionswerten eine Vorreiterrolle und unterstützt die Erreichung der Klimaziele. Die Sicht über den gesamten Produktlebenszyklus darf nicht außer Acht gelassen werden. Speziell bei der Batterieproduktion und dem entsprechenden Recycling gibt es zurzeit noch erhebliche Optimierungspotentiale hinsichtlich Energie-, Emissions- und Ressourcenverbrauch. Aber auch in diesen Bereichen sind durch Forschung und Innovation weitere bahnbrechende Verbesserungen möglich.

Handlungsfelder und Maßnahmen

Aufbauend auf den Zielen 1- 4 wurden 7 Handlungsfelder identifiziert, welche derzeit 45 Maßnahmen enthalten. Die Maßnahmen werden eingesetzt, um die Ziele zu erreichen.

    • Handlungsfeld 1: Vorbildwirkung der Landesbediensteten und öffentlicher Dienststellen beim Land Oberösterreich
    • Handlungsfeld 2: Einspurige E-Fahrzeuge
    • Handlungsfeld 3: Mehrspurige E-Fahrzeuge
    • Handlungsfeld 4: Ladeinfrastruktur
    • Handlungsfeld 5: Elektromobilität und Öffentlicher Verkehr
    • Handlungsfeld 6: Wirtschaftsstandort, Wertschöpfung und Beschäftigung, Logistik
    • Handlungsfeld 7: Bewusstseinsbildung, Vernetzung und Marketing

 

Elektromobilität als Treiber für die Wirtschaft:
Auch immer mehr Unternehmen verändern ihre Geschäftsmodelle in Richtung Elektromobilität oder sind gerade damit beschäftigt gänzlich neue Entwicklungsbereiche aufzubauen. Die Wirtschaft hat also die entsprechenden Zeichen der Zeit erkannt und ist darum bemüht, technologisch am Ball zu bleiben bzw. den Fortschritt nicht zu verpassen. Mehrere oberösterreichische Unternehmen haben sich bereits im Elektromobilitätsmarkt etabliert und für eine Vielzahl anderer bietet der fortschreitende Wandel eine Chance neue Geschäftsfelder zu erschließen. Speziell urbane Mobilität wird zukünftig mit großer Wahrscheinlichkeit elektrisch stattfinden und durch den belebten Wettbewerb werden auch die Mobilitätspreise auf einem erschwinglichen Niveau bleiben.

Oberösterreich hat 2017 die Landesenergiestrategie „Energieleitregion OÖ 2050“ entwickelt. Neben der Technologieführerschaft bei allen Formen der notwendigen Energieeffizienz ist in dieser Strategie auch die Wichtigkeit der Wettbewerbsfähigkeit des Industrie- und Wirtschaftsstandortes als klar zu erreichendes Ziel definiert. Zur Steigerung des Elektromobilitätsanteils gibt es von Bund und dem Land Oberösterreich bereits unterschiedliche Anreize wie steuerliche Begünstigungen und Förderungen. Mit diesen Maßnahmen hat sich die Zahl an E-Fahrzeugen (BEV, PHEV, FCEV) bei den PKW-Neuzulassungen in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht. Während im Jahr 2013 in Summe nur 838 E-Fahrzeuge2 neu zugelassen wurden, waren es 2018 bereits 8.6523. Somit hat sich die Anzahl an Neuzulassungen von E-Fahrzeugen in den vergangenen fünf Jahren mehr als verzehnfacht und erreichte 2018 einen Anteil von rund 2,5%. 

E-Mobilität als Schlüsseltechnologie:
Durch die vorliegende Strategie und Positionierung für alternative Fahrzeugantriebe bis 2025, mit Fokus auf Elektromobilität bekennt sich das Land Oberösterreich deutlich zu folgenden zentralen, zielgerichteten Punkten:

    • Elektromobilität als Schlüsseltechnologie für die Mobilitätswende
    • Öffentliche Anreizsysteme als unverzichtbare Basis für angestrebte Umdenkprozesse
    • Ständiger Austausch auf unterschiedlichen Ebenen als Motor für Wirtschaft und Innovationen

„Die Weiterverfolgung der eingeschlagenen Richtung steht in unmittelbarem Zusammenhang, um die Erreichung der nationalen und globalen Vorgaben zur angestrebten Dekarbonisierung voranzutreiben. Die Elektromobilität auf Basis von erneuerbaren Energien ist hier bestimmt nicht die einzige Lösung, aber mit Sicherheit eine wirkungsvolle Maßnahme für eine umweltschonende und nachhaltige Mobilitätslösung“, unterstreicht Landesrat Achleitner.

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Ein Gedanke zu „Oberösterreichs Landesstrategie für alternative Fahrzeugantriebe“

  1. Endlich ! Hab den LH per Mail schon im Jänner 2018 nach einem Konzept gefragt! Naja, git DIng braucht Weile …

    Schwerpunkte stimmen schon mal. Jetzt dürfen wir auf die ersten Umsetzungsmaßnahmen gespannt sein!

    Antworten

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