Highlights der Elektromobilität – Österreichische & internationale Entwicklungen 2018/19

Mit „Highlights der Elektromobilität 2018/19“ fasst AustriaTech die wichtigsten Entwicklungen in den Bereichen Wertschöpfung, Trends, Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur und regulatorische Rahmenbedingungen rund um das Thema Elektromobilität zusammen. Als Agentur des Bundes nimmt AustriaTech die Rolle einer ExpertInnenorganisation wahr und bereitet die Daten sachlich, fundiert und neutral auf.

2018 war ein wichtiges Jahr auf dem Weg zu einem dekarbonisierten Verkehrssektor. Weitere Länder haben sich den ambitionierten Zielsetzungen für einen Verbrennerausstieg angeschlossen. Dazu zählen neben Norwegen, Niederlanden, Frankreich und Großbritannien nun auch Spanien, Island, Schweden, Irland, Dänemark und Israel. Viele Großstädte wie z.B. Rom, London, Madrid und Paris sowie einige deutsche Städte widmen sich vermehrt der Emissionsproblematik und setzen sich für Fahrverbote oder Umweltzonen ein.
Auch auf europäischer Ebene gab es wichtige Entwicklungen: Die EU hat sich auf ambitionierte CO2-Flottenziele für PKW und leichte Nutzfahrzeuge und auch erstmals auf CO2 Grenzwerte für LKW bis 2025 und 2030 geeinigt.

In diesem Zusammenhang arbeitet die Fahrzeugindustrie bereits intensiv an neuen umweltfreundlichen Modellen. Die Umstellung des Messzyklus von NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus) auf den realistischeren WLTP (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure) erhöht den Druck in Richtung verbrauchsärmere Fahrzeuge zusätzlich. So haben VW, MAN und Mercedes-Benz neue elektrische Nutzfahrzeuge entwickelt, der PSA Konzern plant die Elektrifizierung des gesamten Nutzfahrzeugbereichs bis 2025 und Nissan wird das Modell NV200 künftig nur mehr als E-­Variante anbieten. Auch in Österreich testet man alternative Antriebssysteme wie beispielsweise die E-LKW von MAN, den Wasserstoffbus entlang der Vienna Airport Lines sowie weitere E-Busse bei den Wiener Linien und in Kärnten.

2018 war ein Jahr der Rekorde der Elektromobilität in Österreich: Im März gab es mit 997 E-PKW (BEV, PHEV) so viele Neuzulassungen wie bis dato noch nie, im Oktober mit 4,1% E-PKW an den Neuzulassungen den höchsten Anteil und im November mit 862 batterieelektrischen PKW (BEV) die meisten rein elektrischen Neuzulassungen bisher. Im Bundesländervergleich hat Vorarlberg mit 0,76% den höchsten BEV-Anteil am Gesamtbestand, gefolgt von Salzburg und Tirol. Das bis dato beliebteste BEV-Modell in Österreich ist der Renault Zoe mit 4.951 Fahrzeugen im Bestand, gefolgt von BMW i3 und VW E-Golf. Ohne die langen Lieferzeiten einiger E-­Modelle von bis zu einem Jahr wäre diese Entwicklung noch deutlicher ausgefallen. Der limitierende Faktor derzeit ist das Angebot und nicht die Nachfrage. Doch die Fahrzeugindustrie baut die Kapazitäten aus und rüstet sich für die EU-Flottenziele. So ist 2019 noch mit einem eher geringen Wachstum zu rechnen, doch aufgrund der CO2-­Vorgaben und der besseren Modellverfügbarkeit wird ab 2020 ein hoher Zuwachs erwartet. Um für diesen Boom der 2020er Jahre gerüstet zu sein, ist eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur essenziell. Während die öffentlichen Ladestationen in Österreich auch im europäischen Vergleich gut ausgebaut sind und laufend erweitert werden, ist der derzeitige Flaschenhals die Nachrüstung von privater Ladeinfrastruktur in Bestandswohnbauten. Hier gilt es, passende Rahmenbedingungen für den Markthochlauf der Elektromobilität zu schaffen. Mit verschiedenen Projekten und Initiativen bereitet sich das BMVIT sowie die AustriaTech auf diese Herausforderungen vor.

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