Mit dem KONA vom Bodensee zur EMC-Sternfahrt nach Freistadt

Um diese Strecke bis 10:00 Uhr zu schaffen, muss man sehr früh starten und noch früher aufstehen. Dafür spart man sich dann aber den dichten Verkehr, einige Staus und entsprechend viel Zeit in der Region um München. Auf der Strecke über Passau sind die HPC-Lader von Fastned am Autohof Pilsting der ideale Stopp für eine kurze aber effektive Zwischenladung. Um auf der Anfahrt auch die schöne Gegend gut kennen zu lernen, fuhr ich über Waldkirchen, Rohr- und Rainbach zu KREISEL. Nach 488 km durfte der KONA dann während der offiziellen Begrüßung dort seinen Akku füllen. An einem Chimero-HPC-Lader in den Räumlichkeiten von KREISEL war der Akkustand mit bis zu 80 kW Ladeleistung nach ein paar Minuten bei 75%.

In dieser Halle stand auch der e-Caddy-Maxi, mit dem ich 2015 an der WAVE teilnehmen durfte. Dieses von KREISEL zum e-Auto umgebaute ideale Fahrzeug für Handwerker und Großfamilien, das bei der WAVE auch Frachter für andere Teams war, mischte damals frech in der TESLA-Klasse mit und war trotz voller Beladung bei vielen Etappen als erster von 90 Teams am Ziel. Der e-Caddy funktionierte wirklich perfekt, Hürden und Pannen gab es nur bei der Organisation. Unter Berücksichtigung dieser nicht vorgesehenen Sonderprüfungen war der e-Caddy 2015 klarer Champion der härtesten WAVE ever. Damals hätte ich nicht gedacht, dass ich 3,5 Jahre später ein kompaktes Serien e-Auto mit gleich großem Akku fahre.

Als Organisator und Manager von e-(Bürger)Busprojekten freue ich mich sehr, dass KREISEL auch an diesem Thema voll dran ist und hoffe, dass es bald passende Serienfahrzeuge für die unterschiedlichen Anforderungen der Betreiber gibt.

Das Boot daneben und die Bilder vom Weltrekord-Boot bei der Begrüßung im Foyer erinnerten mich an die beeindruckende Testfahrt mit dem schnellsten e-Boot der Welt am 16.08.18 auf dem Bodensee.

Nach dem gemeinsamen Treffen bei KREISEL startete dort ein langer e-Auto-Konvoi und machte sich auf den Weg nach Freistadt. Dort fuhr der aus ca. 50 Elektrofahrzeugen bestehende Konvoi dann laut- und emissionslos durch das ganze Fest- und Messegelände bis zur Parkposition beim Busbahnhof, wo es auch die Möglichkeit zum AC-Laden gab.

Über das offizielle Programm der Sternfahrt und über diesen Event gibt es einen separaten ausführlicheren Bericht des EMC, daher gehe ich da nicht ins Detail. Nach dem gemeinsamen Mittagessen, dem offiziellen Programm mit Erfahrungsaustausch, Networking und Fototermin besuchte ich dann noch die Messe und natürlich auch den KREISEL-Stand, bevor ich mich um etwa 15:30 Uhr wieder auf den Rückweg machte.

Um dem Verkehr auszuweichen ging´s wieder zuerst übers Land in Richtung Rohrbach, auf einer schönen Strecke der Donau entlang nach Passau und dann über die Autobahn wieder zum Zwischen-Ladestop am HPC-Lader bei Pilsting. Im dichten aber fließenden Verkehr kam ich erfreulich staufrei durch die vielen Autobahn-Baustellen um München. Auf den letzten 100 km war ich teilweise bei starkem Regen und entsprechend langsamer unterwegs und wäre nach 970 km schon um etwa 21 Uhr zuhause angekommen. Um die 1000 km aber noch voll zu machen, habe ich geschummelt und noch eine kleine Runde drangehängt. So wurden es dann 1001 km an einem ereignisreichen Tag, mit sehr vielen schönen Eindrücken, Erlebnissen und interessanten Gesprächen.

Soviel zum Thema Reichweite von kompakten Elektroautos. Wie bei der WAVE kam die Erkenntnis, dass es sinnlos ist, auf Mega-Reichweiten hinzuarbeiten, solange die Lenker nicht mit Windeln unterwegs sind und im Fahrzeug während der Fahrt auch essen und trinken. Wenn man sich statt dessen ab und zu auch eine Pause gönnt, reicht sogar ein Akku mit gut 30 kWh, der sich schnell wieder aufladen lässt. Diese Empfehlung von KREISEL können auch zahlreiche IONIQ-Fahrer bestätigen.